Ab 88 Zentimeter wird’s gefährlich

Wie kommt es zu dieser Zunahme?

In Sachsen sind ca. 290.000 und in Thüringen über 137.000 AOK-Versicherte zuckerkrank. Das ist jeder Sechste. Übergewicht und zu wenig Bewegung sind die Hauptursachen. Zudem verläuft die Krankheit häufig sehr lange unbemerkt. Diabetes tut nicht weh. Das Problem ist vor allem das Bauchfett unter den Organen. Vielen ist nicht klar, dass sie mit ihrer Kugel eine Zeitbombe herumschleppen.
Zehn Jahre können vergehen, bis erste Anzeichen auftauchen. Diabetes-Experte Prof. Peter Schwarz von der Uniklinik Dresden schlägt Alarm: „Viele Jüngere wissen gar nicht, dass sie „Zucker“ haben.

Was kann der Einzelne für sich tun?

Lebensstil ändern! „In 80 Prozent der Fälle kann Diabetes verhindert werden – mit Bewegung und gesunder Ernährung. 1000 zusätzliche Schritte am Tag sind besser als jede Pille“, meint Schwarz.

Wie erkenne ich Diabetes?

Ein simples Maßband hilft dem Diabetes auf die Spur zu kommen.

Stellen Sie die Waage beiseite und greifen Sie zum Maßband. Ihr Bauch ist ein Orakel – und verrät Ihnen, wie gesund Sie in Zukunft sein werden

von Prof. Peter Schwarz, Experte für Diabetesvorsorge an der Uniklinik Dresden
Ab 102 Zentimeter wird es nämlich für Männer gefährlich. Bei Frauen sind es 88 Zentimeter Taillenumfang.

Diabetes-Experte Prof. Schwarz von der Uniklinik Dresden.

Diabetes-Experte Prof. Schwarz von der Uniklinik Dresden.

Sachsens größte Krankenkasse geht in die Offensive

Für AOK PLUS-Versicherte wurde deshalb der gesetzliche Check-up 35 um eine erweiterte Diabetes-Vorsorge (Check-up PLUS) erweitert. Ein bisher einmaliges Angebot einer Krankenkasse.
Mit diesem Diabetes-Früherkennungstest wird durch das Messen des Bauchumfangs und anhand eines wissenschaftlich fundierten Fragebogens das persönliche Risiko ermittelt, innerhalb der nächsten 10 Jahre an Typ 2-Diabetes zu erkranken.

Je früher, desto besser

Wer das 35. Lebensjahr vollendet hat, kann aller zwei Jahre kostenfrei zu dieser Untersuchung gehen – am besten beim Hausarzt.
Nach Einschätzung des Diabetes-Forschers steht den Versicherten der AOK PLUS im bundesweiten Vergleich das beste Screening-Modell zur Verfügung. „Denn je nach Testergebnis schließt die entsprechende Behandlung direkt an die Untersuchung an“, so Schwarz.

Grafik: Regionale Verteilung AOK-Versicherte mit Typ2-Diabetes in Prozent Die Häufigkeit von Typ2-Diabetes bei Versicherten der AOK PLUS ist je nach Landkreis sehr unterschiedlich ausgeprägt. Quelle: AOK PLUS

Grafik: Regionale Verteilung AOK-Versicherte mit Typ2-Diabetes in Prozent
Die Häufigkeit von Typ2-Diabetes bei Versicherten der AOK PLUS ist je nach Landkreis sehr unterschiedlich ausgeprägt. Quelle: AOK PLUS

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