„Das Triple kriegen sie nicht!“, rief der Bundestrainer

Wie schließt man einen Tag vor WM-Beginn eine erfolgreiche Kooperation in der betrieblichen Gesund­heitsförderung gebührend ab? Natürlich mit einem Fußballspiel! Mehrere Jahre haben die Experten der AOK PLUS die AWO Thüringen beraten und bei der Umsetzung von gesundheitsfördernden Maß­nahmen im Arbeitsalltag unterstützt. Beim 7. Freundschaftsspiel zwischen den beiden könnte sich auf dem Platz zeigen, wer am Ende wirklich die Nase vorn hat in Sachen Stressmanagement, Teamführung und Rückengesundheit, denke ich mir und mache mich auf den Weg nach Ostthüringen.

Eine ordentliche Portion Ehrgeiz

Am Vorabend des WM-Eröffnungsspiels sind wir 1800 Kilometer von Moskau entfernt in Gößnitz. Die Kleinstadt liegt im Altenburger Land an der Grenze zu Sachsen und hat einen schmucken neuen Fussballplatz. (Den alten hatte das letzte Hochwasser zerstört). Vor ein paar Jahren, fällt mir ein, konnte man auch ganz in der Nähe – vom Flugplatz Altenburg-Nobitz aus – sogar nach England fliegen, bekanntlich das Mutterland des Fussballs.

Das erste, was mir ins Auge sticht, als ich am Spielfeldrand ankomme, ist der riesige Wanderpokal. Während ich mich noch frage, in welches Büro der passen soll, begrüßt mich Dirk Gersdorf, der Pressesprecher der AWO Thüringen. „Den sehen Sie heute zum letzten Mal“, meint er und zeigt auf das goldene Ungetüm. Offensichtlich sind beide Seiten mit einer ordentlichen Portion Ehrgeiz angereist.

Der AWO-Fanblock

Hier also steigt das schon Tradition gewordene Finale zwischen den beiden Nationalmannschaften, das gleichzeitig auch Qualifikation, Gruppenphase, Achtel-, Viertel- und Halbfinale ist.

Der Pokal soll zurück in AOK-Hand

Die ersten vier Spiele ab 2012 hatte die AOK PLUS gewonnen. 2016 und 2017 musste sich das Team den Spielern der AWO geschlagen geben. Das wollen die Herren von der Gesundheitskasse nicht auf sich sitzen lassen. „So viel steht fest: Das Triple kriegen sie nicht!“, stellte AOK-PLUS-Bundestrainer Frank Wilde schon im Vorfeld klar.

Wilde, der – wenn er nicht die Auswahl trainiert – Teamleiter im Bereich Pflege ist, hatte seinen Jungs ein ordentliches (wenn auch nicht ganz ernst gemeintes) Trainings­pensum empfohlen: „Drei Kilometer Laufen und 20 Kilometer Radfahren, um langsam wieder in Form zu kommen, kurz vorm Spiel dann Laufeinheiten über fünf Kilometer und 40 Kilometer auf dem Rad.“

Sind die von Dortmund?

Auf der Gegensite: die AWO-Fussball-Nationalmannschaft unter Lutz Dittel, der neben seiner Trainertätigkeit auch Regionalleiter der AWO im Altenburger Land ist. Mit dabei sind in diesem Jahr Sportler aus Kindertagesstätten in Erfurt, der AWO-Geschäftsstelle, sowie mehreren Pflegeeinrichtungen der AWO in ganz Thüringen.

Achtung, die Spieler der AOK PLUS sind nicht die in Grün, sondern in Schwarz-Gold. Warum, weiß ich nicht, aber einige der Knöpfe am Spielfeldrand flüstern, ob das Dortmund-Spieler seien. Das könnte neben dem Outfit auch daran liegen, dass sie nach der ersten halben Stunde 4:0 vorn liegen. Der erste AWO-Fan droht, die Krankenkasse zu wechseln.

Kurz vor der Halbzeit gelingt den Gegnern der Anschlusstreffer. Nach der Pause dann der nächste, und der nächste. 4:3! Die Fans der AOK PLUS rücken neben der Spielerbank zusammen.

Unser Vorsprung ist fast dahin. Macht die AWO jetzt wirklich das Triple perfekt? Und tatsächlich: Kurz vor Ende der zweiten Halbzeit – Ausgleich.

Was nun? Die Trainer einigen sich auf Elfmeterschießen. Dass es so spannend wird, hatte ich – ehrlich gesagt – nicht erwartet. Der erste Schuss der AOK PLUS geht auch gleich voll an den Pfosten. Ich vergesse mitzuzählen, weil ich hinterm Tor fotografiere, wie die beiden Torhüter abwechselnd nach links und rechts fliegen. Als ich die Kamera wieder senke, steht da noch ein Kollege. Wenn er trifft, hat die AOK PLUS den Wanderpokal zurück.

Was soll ich sagen …

Da ist er wieder. Aber da hier alle Sportsfreunde sind, gibt es am Ende ein gemeinsames Foto aller Spieler und Trainer. Die Chance zu Revanche gibt’s bestimmt im nächsten Jahr.

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