„Cannabis auf Rezept?“

Doktor hält medizinischen Cannabis im Glas

Cannabis wird als Droge eingestuft, gilt als gefährlich. Nur wer eine Sondergenehmigung besitzt, darf Cannabis schon jetzt als Schmerzmittel verwenden. Die Bundesdrogenbeauftragte plant, dass zukünftig mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können und die Kosten dafür von den Kassen erstattet werden.

Im Interview klärt Dr. Ulf Maywald, Apotheker und Bereichsleiter Arzneimittel der AOK PLUS, über die Problematik auf. Maywald leitete die Arzneimittelberatungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland und war zuvor im Gemeinsamen Bundesausschuss als Patientenvertreter für Erstattungsentscheidungen zuständig.

Herr Dr. Maywald, was halten Sie von diesem Vorschlag?

Die aktuelle Diskussion zum Einsatz von Cannabis als Medizin ist inhaltlich bisher wenig konkret, wird aber sowohl politisch als auch fachlich kontrovers geführt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird hier vieles vermischt. So drehen sich die ausgetauschten Argumente nicht nur um Arzneimittel, die Cannabis-Wirkstoffe enthalten, sondern auch um den Bezug von Cannabisblüten aus der Apotheke bis hin zum Selbstanbau. Einzelne Politiker von Bündnis 90. Die Grünen fordern gar schon die vollkommene Legalisierung von „weichen“ Drogen. Suchtexperten befürchten, dass sich die große Zahl der Medikamentenabhängigen in Deutschland noch weiter vergrößert.

Für die Behandlung von Schmerzen steht den Ärzten ein sehr differenziertes Spektrum an bewährten Arzneimitteln zur Verfügung. Diese haben in klinischen Studien ihre Wirksamkeit, vor allem aber auch ihre Sicherheit und Unbedenklichkeit bewiesen. Die Datenlage für Cannabis und (Rezeptur) Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoffen ist hier weit schlechter. Den zum Teil erkennbaren positiven Effekten steht eine Vielzahl von Nebenwirkungen und ein erhebliches Suchtpotential gegenüber.

Grundsätzlich sollte schwerkranken Menschen mit starken und nicht ausreichend therapierbaren Schmerzen der Zugang zu alternativen Therapien nicht verwehrt werden. Für diese Therapien muss aber wissenschaftlich nachgewiesen sein, dass der therapeutische Nutzen die bestehenden Risiken überwiegt. Eine unkritische Freigabe wäre insbesondere im Sinne der Patientensicherheit fatal.

Welche Krankheitsbilder werden bereits mit Cannabis behandelt und für welche Krankheitsbilder käme die Neuregelung möglicherweise in Frage, wenn Frau Mortler „mehr Menschen“ Zugang ermöglichen will?

 Dr. Ulf Maywald, Apotheker und Bereichsleiter Arzneimittel der AOK PLUS.

Dr. Ulf Maywald, Apotheker und Bereichsleiter Arzneimittel der AOK PLUS.

Bereits seit 2011 ist in Deutschland ein Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoff verfügbar, welches bei einer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose angewendet wird. In den USA und Kanada sind beispielsweise Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoff verfügbar, die für die Behandlung der Anorexie bei erwachsenen AIDS-Patienten und gegen die durch Chemotherapie bedingte Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden. Cannabis-Wirkstoffen wird weiterhin eine positive Wirkung bei Bewegungsstörungen, Schmerzen, Glaukom, Epilepsie, Asthma, Depression und vielem mehr nachgesagt. Aber dieses „Nachgesagt“ ist das Problem, denn klinische Studien fehlen. Worum es Frau Mortler konkret geht, ist bisher nicht genau ersichtlich.

Aber auch sie hat bereits festgestellt, dass es nicht ganz einfach ist, eine Abgrenzung hinzubekommen, die wirklich nur denjenigen hilft, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen.
Im allgemeinen Kontext der Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichtes zum Selbstanbau von Hanf dreht sich die Diskussion immer um die Therapie von starken Schmerzen. Insbesondere in diesem Therapiegebiet werden immer wieder viele Hoffnungen aber auch Begehrlichkeiten geweckt. Aktuelle Gutachten und auch Entscheidungen des Bundessozialgerichtes sehen hier aber keinen belegten Nutzen.

Gibt es Alternative Medikamente?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da in der öffentlichen Debatte nicht klar ist, von welchen Anwendungsgebieten man spricht. Grundsätzlich sind für jedes der von den Cannabis-Befürwortern genannten Anwendungsgebiete alternative Medikamente verfügbar. Ein Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoffen ist nie die Therapie der ersten Wahl.

So kann z.B. das in Deutschland verfügbare Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoff laut der Arzneimittelzulassung durch die Zulassungsbehörde nur angewendet werden, wenn zuvor zwei Standardtherapien fehlgeschlagen sind. Eine politisch motivierte Ausweitung der Anwendungsgebiete von Cannabis-Wirkstoffen, gewissermaßen an der Zulassungsbehörde vorbei und ohne das (für die neuen beanspruchten Indikationen) Sicherheit und Unbedenklichkeit belegt sind, ist nicht zielführend.

Wie gut ist Cannabis auf Rezept? Gibt es einen belegten medizinischen Nutzen?

Die Versorgung mit Cannabisblüten durch die Apotheke und anschließender Konsum durch das Rauchen selbiger ist nicht zu befürworten. Studien, die einen medizinischen Nutzen dieser Therapie belegen, sind uns nicht bekannt. Dazu kommen verschiedene Schwierigkeiten, die in der Anwendung begründet sind.

Wie soll beispielsweise eine genaue Dosierung erfolgen?

Wie muss die Dosierung angepasst werden, wenn sich durch natürliche Schwankungen der Wirkstoffgehalt in den Cannabisblüten ändert?

Wie können im Haushalt lebende Angehörige wirksam vor einer Exposition durch Passivrauchen geschützt werden?

All diese ungeklärten Fragen verbieten eine Versorgung von Patienten mit Cannabisblüten aus der Apotheke. In der Dosierung standardisierte Cannabisextrakte wären eine alternative Möglichkeit, für die dann jedoch auch eine Arzneimittelzulassung angestrebt werden könnte und sollte.

Darf Politik festlegen, welche Medikamente Kassen zahlen sollten und welche nicht?

Im Prinzip darf sie das. Die Politik schafft mit der Ausgestaltung des Sozialgesetzbuches den Rahmen der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die weitere Konkretisierung zu bestimmten Leistungen wird durch Richtlinien und Verordnungen realisiert. Der Gemeinsame Bundesausschuss regelt in der Arzneimittel-Richtlinie relativ konkret, welche Medikamente Kassen zahlen und welche nicht.

Dieses System hat sich bisher bewährt, insbesondere, da bei der konkreten Ausgestaltung Fachleute, aber auch Patientenvertreter, objektiv die Argumente abwägen. Dies sollte man nicht zugunsten eines kurzfristigen, politisch motivierten Aktionismus aufgeben.

Aus gutem Grund ist die arzneimittelrechtliche Zulassung – und damit der Beleg eines sinnvollen Verhältnisses von Nutzen und (immer vorhandenen) Risiken eines Arzneimittels – Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Solidargemeinschaft bzw. die GKV. Die Konsequenz einer (kurzfristig politisch motivierten) Aufgabe dieses Prinzips wäre die Aufgabe der Patientensicherheit und die Belastung der Versichertengemeinschaft mit Kosten für nicht belegt wirksame Therapien, was weitere mannigfaltige Begehrlichkeiten eröffnen würde.

In der aktuellen Debatte scheint es mehr Befürworter als Gegner zu geben, warum ist das Thema so populär?

Mit diesem Thema sind viele Interessen verbunden. Auf der einen Seite stehen Forderungen von Patientenverbänden, die sich von Cannabis-Wirkstoffen eine echte Alternative in der medikamentösen Therapie schwerwiegender Erkrankungen erhoffen. Andererseits nutzen politische Strömungen die Debatte, um ihrer Forderung nach Legalisierung aller „weichen“ Drogen eine Plattform zu bieten.

Nicht zu Letzt ist auch die Lobbyarbeit von Pharmaunternehmen, die diese Mittel herstellen, nicht zu unterschätzen. Schließlich würden für diese bei einer Ausweitung auch Gewinne locken. Die fachlich wissenschaftliche Auseinandersetzung beginnt allerdings auch mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Objektiv gesehen, sollte man die Risiken dieser Therapie nicht verharmlosen.

Für viele postulierte Wirkungen fehlen derzeit noch stichhaltige Belege. Damit die Therapie mit Cannabis-Wirkstoffen wirklich betroffenen Patienten helfen kann, muss es eine vermehrte wissenschaftliche Diskussion geben unter Betrachtung aller zur Verfügung stehenden Untersuchungen. Bei einer undifferenzierten Freigabe bleibt zu befürchten, dass lediglich die Zahl der Arzneimittelabhängigen in Deutschland ansteigt. Und das nicht nur zu Lasten sondern auch auf Kosten der Sozialgemeinschaft.

es ist zwar schön und gut, wenn auf bewährte Medikamente verwiesen wird. Was aber verschwiegen wird, dass diese bewährten Medikamente teilweise so Risikobehaftet sind, das sie wieder vom Markt verschwinden.
Demgegenüber sind Medikamente auf Cannabisbasis meistens gut verträglich und vor allem ohne Nebenwirkungen. Meiner Frau sorgten diese bewährten Medikamente für absolut schlechte Blutwerte.Die dann nach offizieller Lesart wieder mit anderen bewährten Mitteln bekämpft werden müssen.Nach Umstieg auf Dronabinol bzw. Sativex haben sich die Blutwerte völlig normalisiert und ihr Allgemeinzustand hat sich deutlich verbessert. Es wäre an der Zeit, dass sich die KK auch mal darauf besinnen ihren Patienten zu helfen, und nicht den Profit der Pharmaindustrie mit den ihnen anvertrauten Beiträgen zu steigern

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Hallo Herr Stelzer,
in unserem Interview mit Dr. Maywald vor eineinhalb Jahren hatte die Bundesdrogenbeauftragte Mortler relativ unkonkret die Forderung nach einem erweiterten Zugang für Cannabis-Medikamenten gefordert. Unkonkret dahingehend, inwiefern der Gesetzgeber bereit ist klare Regeln für die Nutzung zu schaffen und eine Arzneimittelzulassung anzustreben. Dr. Maywald sprach sich gegen eine unkritische Freigabe aus. Die „selbstdosierte“ Nutzung von Cannabisblüten birgt verschiedene Gefahren, wie die falsche Dosierung, schwankender Wirkstoffgehalt usw. Er stellte klar, dass er durchaus in der Dosierung standardisierte Cannabisextrakte als alternative Möglichkeit sieht, sofern dabei auch die Arzneimittelzulassung angestrebt wird. Der Referentenentwurf im Januar dieses Jahres war bereits konkreter als Mortlers Aussagen vom Februar 2015 und beinhaltete auch die Krankenkassen stärker einzubeziehen. Aktuell habe ich leider keine genauen Informationen zum Stand des geplanten Gesetzes. Gern kann ich dazu aber mit Dr. Maywald Kontakt aufnehmen und Sie über den aktuellen Stand informieren.

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Hallo Herr Stelzer,
ich habe auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit den aktuellen Stand des Gesetzes gefunden. Anfang Juli fand die Erste Lesung im Bundestag statt, im September ist die Anhörung im Gesundheitsausschuss geplant. Es tut sich was!

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Also in erster Linie geht es hier nur ums Geld.
Ich habe ne menge zu bewältigen ohne zu sehr darauf einzugehen.

Bin vom 9 Lebensjahr an leider „Konsument “
Von cannabis.
Heute bin ich 37.

Ich kann nur eins sagen traurige Gesellschaft.
Es wird nie vom heilprozess geredet.
Es ist in so vielen Bereichen besser als jedes Medikament.
Es mißbrauchen leider viel zu viele das cannabis und andere Drogen die zum Teil auch Kinder überall bekommen.
Von Tabak oder Alkohol redet keiner .
Jedes Kind hat es schonmal probiert oder macht es noch täglich.

Es gibt aber Menschen den cannabis enorm hilft .
Wie mir .
Denkt was ihr wollt aber eins sollte klar sein nicht nur die schulische Medizin hilft.
Und wozu hat man eine KK ?
Geht es hier um das heilen , wohlfühlen oder doch nur ums Geld.
Wenn ja besorg ich es mir lieber dort wie immer .
Es hat 20 Jahre gedauert das richtige zu finden nu wird von Studien geredet von einem der selber im Studium sogar LSD vll. Zu sich nahm um sein Potenzial zu steigern .
Wir leben in einer heuchlerischen Gesellschaft.
Also einem wie mir ist es eh egal ob legal oder nicht ich muss für mein Wohlbefinden selber sorgen .
Es war nie ein Arzt so gut zu mir wie mein Bäcker.
Wir sind das Volk?
Wieso machen wir das gleiche wie die Politiker?
Jede KK will nur eins Geld und nichts anderes .

Es geht hier nicht ums Wohlbefinden der Menschen.
Und schaut doch nach Israel oder USA holt euch Infos oder deren Studien oder Erfahrungen hier her aha hab vergessen hier muss ja die Politik erstmal Wähler sichern.

So wünsche allen ein schönes Leben.

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Ich selbst leide an Depressionen und ADS (überwiegend ohne Hyperaktivität) und habe schon viele Medikamente und THerapien durch. Die Schulmedizin ist entweder wirkungslos oder hat heftige Nebenwirkungen. Auch Migräne habe ich unter Stress häufig. Momentan bin ich an den Punkt angelangt wo ich Schulmedizin ablehne, da es mir damit nur noch schlechter geht. Cannabis könnte mir helfen, aber ich glaube nicht, dass das irgendjemanden interessiert.

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Werte AOK-Plus
Habe eine schwerkranke Frau zu Hause und möchte Sie bitten, Formulare oder Anträge zu medizinischem Cannabis ins Netz zu stellen.
Wir wollen nicht weiter die starken Nebenwirkungen durch immer neue Pillen bekämpfen! übrigens Herr Maywald ist sicher der Pharmaindustrie verpflichtet und kann nicht anders diskutieren.

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Hallo Christoph,
bitte besprechen Sie die Medikation mit dem behandelnden Arzt. Nur er kann mit seinem Fachwissen entscheiden. Wir können keine Formulare oder Anträge dazu ins Netz stellen.

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Hallo Jenny !
Ja; der Arzt ist als erstes der Ansprechpartner. Nur „schlussendlich“ entscheidet die Kasse ggf. zusammen mit dem Medizinischen Dienst.
Man sollte als Kasse doch jetzt nicht so tun als hätte man noch keine Idee, worauf man in der Praxis dann schauen wird. Reicht z.B. die Einschätzung und Stellungnahme des Hausarztes oder braucht es zusätzliche Atteste von Fachärzten und weitere Belege wer schon alles „heimgesucht“ wurde etc. Muss man dann doch wieder „aus therapiert“ sein.. usw. Wie geht man von Seiten der Kassen mit dem Satz um : „Es gibt keine Alternative zur Behandlung mit Cannabisarzeimitteln „ (Siehe F& A BumMin Gesundheit) Muss der Patient z.B. weiter die Behandlung mit Morphin akzeptieren obwohl die Dauereinnahme bekanntermaßen erhebliche Nebenwirkungen hat?

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und wieder einmal wird jemand im stich gelassen. von einer FIRMA die sich AOK nennt.

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ist nicht einfach gegen eine firma anzukommen die eigentlich fuer die gesundheit eines beitragszahlers zuständig ist…

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Hallo Jenny !
Ja; der Arzt ist als erstes der Ansprechpartner. Nur „schlussendlich“ entscheidet die Kasse ggf. zusammen mit dem Medizinischen Dienst.
Man sollte als Kasse doch jetzt nicht so tun als hätte man noch keine Idee worauf man in der Praxis dann schauen wird. Reicht z.B. die Einschätzung und Stellungnahme des Hausarztes oder braucht es zusätzliche Atteste von Fachärzten und weitere Belege wer schon alles „heimgesucht“ wurde etc. Muss man dann doch wieder „aus therapiert“ sein.. usw. Wie geht man von Seiten der Kassen mit dem Satz um : „Es gibt keine Alternative zur Behandlung mit Cannabisarzeimitteln „ (Siehe F& A BumMin Gesundheit) Muss der Patient z.B. weiter die Behandlung mit Morphin akzeptieren obwohl die Dauereinnahme bekanntermaßen erhebliche Nebenwirkungen hat?

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Hallo Wolfgang,
ja, die Kasse entscheidet zusammen mit dem Medizinischen Dienst. Der erarbeitet gerade eine Begutachtungsanleitung, die eine einheitliche Beurteilung in allen Ländern ermöglichen und letztlich sicherstellen soll. Wir können derzeit wirklich noch nicht sagen, wie der MDK den „Status“ Hausarzt oder Facharzt wertet.
Und ja, das Gesetz sagt, dass keine dem medizinischen Standard entsprechende Therapie zur Verfügung stehen darf, was im Regelfall sicher durch den Facharzt festgestellt wird.

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Hallo
Zu dem Facharzt.
Ich leide an einer Bluterkrankung. Ich war lange in örtlicher fachärztlicher Behandlung. Die Werte stiegen anhaltend, trotz medikamentöser Behandlung. Die zunehmenden Beschwerden wurden ignoriert und ich wurde an weitere Fachärzte verwiesen. Nachdem mein Hausarzt die Blutwerte und meinen Allgemeinzustand als bedenklich ansah, überwies er mich an die Uniklinik. Dort wurden die Blutwerte als drastisch angesehen und sofort die Medikation geändert. In der Uniklinik bin ich vierteljährlich bei wechselnden Ärzten. Meine Verfassung und die Nebenwirkungen der Medikamente werden notiert. Bei meinem Hausarzt bin ich alle 2-3 Wochen in Behandlung. Für mich ist eine Vertauensbasis zu meinem Hausarzt ebenso wichtig wie seine fachliche Kompetenz da dieser ganzheitlicher auf die Erkrankungen achtet als jeder Facharzt. Mei Hausarzt ist aufgrund der medikamentösen Nebenwirkungen offen für Cannabis. Mit welchen Arzt soll ich in einer Uniklinik darüber reden

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Hallo Dieter,

leider ist mir dein Kommentar „durchgerutscht“. Natürlich sollte mein Beitrag so verstanden werden, dass Haus- und Facharzt immer im Austausch miteinander stehen. In der Regel ist das auch so. Gerade weil oftmals ein enges Vertrauensverhältnis besteht.

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Hallo Jenny !
.. es entscheidet jedenfalls – mindestens als Statement – im „Einzelfall“ der „behandelnde Vertragsarzt….“ (das ist wohl der Hausarzt) so steht das jedenfalls im neuen Gesetz gem. § 31 Zff (6) 1 b oder ist der „Fall zwei“ für den MDK nicht relevant? Eine vorherige Einschaltung von Fachärzten durch den Patienten ist jedenfalls – in diesem Fall – lt Gesetz nicht vorgesehen.
Oh; ich fürchte weiter komplizierte Zeiten für die z.B. vielen Millionen Schmerzpatienten (Kassenpatienten)… oder habe ich da den Herrn Gröhe falsch verstanden wo doch alles einfacher werden soll ….?

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Hallo Wolfgang,

ob es einfacher wird, wird sich in der Praxis zeigen, da stimme ich Ihnen zu. Der Wille, Verbesserungen herbeizuführen, ist in jedem Fall da.
Oftmals ist es ja so, dass bei einer schweren Erkrankung bereits Fachärzte mit im Boot sind und die Behandlung nicht ausschließlich über den Hausarzt läuft.
Bei einfachen Beschwerden kennt man das ja auch – man geht zum Facharzt, wenn die Ursache nicht eindeutig für den Hausarzt festzustellen ist.

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Hallo Jenny !

Hier übrigens der noch nicht vorhandene Fragebogen der AOK…
http://www.cannabis-med.org/nis/data/file/aok_fragebogen_cannabis.pdf
In Frage 9 fordert die AOK das Überlassen von Studien obwohl dies gerade nicht nach dem Gesetz erforderlich ist. Das kann man aber nicht als Wille der AOK zur Verbesserung werten…oder?

Antworten

Hallo Wolfgang,

ich hatte vorher ja schon geschrieben, dass der MDK derzeit eine Begutachtungsanleitung erarbeitet. Die soll wohl auch einen Arztfragebogen enthalten. Das wird aber kein Dokument sein, welches auf der AOK-Seite heruntergeladen werden kann.

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Jetzt ist es raus… Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezweifeln Wirksamkeit und haben vor allem keine Bereitschaft längerfristig die medizinisch notwendigen Cannabismedikamente zu übernehmen… Ja wer hat hier welche Interessen…?

Der Gesetzgeber wollte den Anbau von Cannabis unterbinden.
Die Pharmaindustrie Ihre Umsätze sichern.
Die Krankenkassen auf keinen Fall zahlen.
Die Kassenärzte haben Sorgen, dass ihr Kassen-Budget überschritten wird und fürchten Mehrarbeit und scheuen ggf. die „Fortbildung“

Was macht man da als GKV wenn dann ein Gesetz doch kommt: Man bezweifelt einfach, dass Cannabis in einer ganzen Reihe von Fällen helfen kann…;
Um dann die Anträge der Kranken allenfalls für Todkranke nach entsprechender Hartnäckigkeit zu bewilligen. Wer „aufmuckt“ wird an die Gerichte verwiesen.

Würde man eine sinnvolle Hanf Politik betreiben, könnte man längerfristig Kosten sparen und z.B. Nebenwirkungen von Morphin bei chronisch Kranken vermeiden.

Die Öffentlichkeit merkt von dieser Situation wenig, weil für die Mehrzahl der Bevölkerung das eh sehr suspekt ist. Stichworte in der Presse hierzu: „Kiffen auf Rezept“ Das es hier um Medizin für chronisch Kranke geht und es Jeden morgen selbst erwischen kann, realisieren leider – bis jetzt- erst wenige Menschen.

Antworten

Hallo Wolfgang,

der Gesetzgeber hat die verpflichtende wissenschaftliche Begleiterhebung ja sicherlich genau aus dem Grund festgelegt, nämlich anhand der anonymisierten Daten festzustellen, bei welchen Indikationen „es hilft“, die Nebenwirkungen gering sind oder aber bei welchen Erkrankungen es nicht die erste Wahl ist, weil die Nebenwirkungen zu groß sind und keine Besserung eingetreten ist. Daher ist es doch richtig, die Verordnung wissenschaftlich zu begleiten und die Wirksamkeit zu prüfen.

Viele Grüße
Jenny

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Die Begleiterhebung – richtig gemacht gemacht – mag sicher vernünftig sein.
Nur… die Tinte vom Gesetz ist noch nicht trocken… und schon bezweifeln die GKVs die Wirksamkeit… Was soll diese Meinungsmache vorneweg. Ist doch alles sehr durchsichtig…

Antworten

Hallo Jenny of the Blog,

also ich glaub da echt nicht mehr daran.

Habe meinen Hausarzt auf Cannabis als Medizin (Therapie) angesprochen, weil schon seit Jahren jeden Morgen Diclo schlucke, daß ich auf Arbeit gehen kann (Die Schmerzen sind dann zwar nicht weg – aber an seltenen Tagen hat man dann sogar ein wenig Lust in den Tag zu starten).

Er meinte nur: „Er kennt sich mit dem Zeug nicht aus. Er wisse nur das man es rauchen kann und er könne mir da nicht helfen.

Meinen Hinweiß auf die Risiken für die Nieren (Dialyse) konterte mit der Hinweiß „Ja sie müssen unbedingt vom Diclo weg – er könnte mich mal zur Schmerzherapie schicken“.

Ich sagte dann: „Okay – um von Schmerztabletten wegzukommen soll ich Schmerztabletten schlucken – ist ja echt ein toller Ansatz“.

Nach über 30 Jahren Rheuma mit kaputten Bandscheiben, kaputten Gelenken und Überknöcherungen bleibt man schon ziemlich verzweifelt zurück.

Soll man jetzt telefonisch Ärzt abklappern die Interesse haben, den Eid den sie geschworen, auch Menschen zukommen zu lassen, die eben das Pech haben das die beste Medizin für sie eine Jahrtausende alte Pflanze ist, die geächtet ist.

So muß ich mich bald entscheiden – den illigalen Weg zur Therapie finden oder zuschauen wie es mir Woche für Woche schlechter geht. Tolle Auswahl ….

mfg Qi San

Antworten

Hallo Qi San,

hast du schon mal einen Facharzt aufgesucht? Vielleicht könnte auch das Angebot der Schmerztherapie tatsächlich weiterhelfen.
Leider bin ich nicht vom Fach, um das beurteilen zu können. Somit sind meine Ratschläge sicher auch nicht besonders hilfreich.
Ich verstehe aber durchaus, dass man bei solch starken Schmerzen, die einen täglich einschränken, Hilfe sucht und auch Hoffnungen in neue Therapien setzt. Die Erwartungen an Cannabismedikamente sind hoch. Es gibt Erkrankungen, bei denen sich in Einzelstudien abgezeichnet hat, dass sie beispielsweise bei Patienten mit schmerzhaften Muskelkrämpfen, wie bei Multipler Sklerose helfen. Der bisherige Wissensstand ist auf vielen anderen Gebieten noch nicht groß. Zwar sind im Gesetz keine einzelnen Indikationen genannt, aber es darf erst dann verordnet werden, wenn im konkreten Einzelfall keine alternative – dem anerkannten medizinischen Standard entsprechende- Therapie zur Verfügung steht.

Meine Antwort hilft dir jetzt vielleicht nicht unmittelbar, aber vielleicht sind noch nicht alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft und du kannst im Gespräch mit dem Hausarzt oder auch einem Facharzt nochmal alternative Behandlungsmethoden besprechen.

Viele Grüße
Jenny from the Blog

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Hallo Jenny,

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau das ist das Problem:
Sie sind nicht vom Fach. Auf einer Schmerztherapie wird man auf Schmerzmittel (neu-)eingestellt. Und diese Schmerzmittel sind heftig!

Meine Partnerin hat von den Medikamenten während der Schmerztherapie dermaßen starke Nebenwirkungen bekommen, dass Sie diese absetzen wollte. Das Ausschleichen hat aber drei Mal länger gedauert. Es war ein Drama. Sie war nur noch eine Hülle und wollte sich umbringen. Amitriptylin, Duloxetin, Ritalin gegen ADHS und auf Bedarf Mirtazepin plus weiteres Pharma-Mittel deren Namen ich gerade nicht im Kopf habe.

Während der vorangegangenen Ärzteodyssee wurde meine Partnerin nur weitergeschickt. „Was könne Sie schon mit 27 Jahren an Hüftproblemen haben; ist sicher psychisch“ Ich war mit dabei, ich habe es miterlebt, also schreiben Sie bitte nicht, dass Sie einfach zu einem Facharzt gehen sollte. JEDER WAR ÜBERFORDERT!!! Bis Sie in der Schmerzklinik in München ankam. Da war Mann immerhin weniger überfordert und hat sich dann mal, nach DREI JAHREN endlich ganzheitlich den Fall angesehen.

Nun hat Sie Cannabisblüten auf Privatrezept erhalten, von einem Arzt, der den Sinn und Zweck des hippokratischen Eides nicht nur versteht, sondern auch lebt. RESULTAT DER CANNABIS-MEDIAKTION: Die Schmerzen werden gelindert und sie bleibt dabei Sie selbst ohne total sediert zu sein.

Durch Cannabis kann der Körper auch andere Wirkstoffe besser aufnehmen.
Wer hätte das gedacht, wo wir doch ein endocannabinoides System im Hirn haben…. seit mehreren TAUSEND Jahren. Meine Partnerin muss von den anderem Pharma-Schei…-Schmerzmitteln nun gar nichts oder an manchen Tagen nur sehr wenig nehmen. DANKE CANNABIS! Endlich kann sie langsam wieder von Lebensqualität sprechen und ich von einer Beziehung…

Im Fall meiner Partnerin habe ich schon mit einigen Ihrer AOK-Kollegen telefoniert, Frau Füsting. Fazit: Die Unkenntnis hinsichtlich der medizinischen Anwendung von Cannabis in Deutschland ist kriminell!!!

Da müssen nicht nur Ärzte noch an sich merken!

Das Verhalten der AOK (München) hinsichtlich des Kostenübernahmeantrages meiner Partnerin für Cannabis-Blüten ist schon sehr fragwürdig.

Es wurde keine Eingangsbestätigung zugesandt, trotz mehrfacher Anfragen,
Nun heißt es fünf Wochen nach Eingang plötzlich, der AOK würden Unterlagen fehlen. Ich habe glücklicherweise alles dokumentiert. Rechtliche Schritte werden eingeleitet. Den ob gewollt oder nicht gekonnt: Liebe AOK, so nicht.

Da können Sie, Frau Füsting, jetzt antworten was sie wollen. Das Problem ist:

Ärzte und Krankenkassen sind entweder nicht willens oder nicht fähig ihren Pflichten nachzukommen. Das darf so kein Zustand bleiben.

Und in Deutschland funktioniert es erfahrungsgemäß nur mit Klagen klagen, oder klagen Klagen, ist doch KLAR! 😉

Leo

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Braucht ihr bei Cannabis mehr Nachweise als bei Homöopathie?

Antworten

Hallo Georg,

tatsächlich ist bisher nicht eindeutig bekannt, bei welchen Erkrankungen Cannabis wirklich hilft. Deshalb stehen im Gesetz keine konkreten Indikationen, dafür aber die Verpflichtung, eine Begleiterhebung durchzuführen.
Dazu sollen die Ärzte die anonymen Daten zur Diagnose, Therapie, Dosis und Nebenwirkung an das an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) übermitteln. Die so gesammelten Daten sollen Aufschluss zum langfristigen Gebrauch geben. Das Ergebnis wird sicher noch etwas auf sich warten lassen, bringt aber möglicherweise etwas Klarheit.

Viele Grüße
Jenny

Antworten

Ich besitze eine Ausnahmeerlaubnis nach § 3 Abs. 2 BtmG. Werden die Kosten jetzt übernommen oder muss ich das ganze Prozedere mit dem MDK erneut durchlaufen? Es wurde bereits vom MDK des BfArM geprüft. Also vom Bundesgesundheitsministerium. Die müssten doch über dem MDK Nordrhein stehen, oder nicht?

Antworten

Hallo Frank,

ich werde mich mal erkundigen, ob ich dir bei deiner Frage weiterhelfen kann. Ich bin bei der AOK PLUS (Sachsen und Thüringen) und bin nicht sicher, ob es Länderunterschiede in der Verfahrensweise gibt. Mein Bauchgefühl würde dir zustimmen – aber das zählt in dem Fall nicht 🙂

Ich melde mich…
Viele Grüße
Jenny

Antworten

Hallo Frank,

mein Bauchgefühl hat mich getäuscht. Mein Fachkollege sagte mir, dass Erlaubnisinhaber nach § 3 Abs.2 BtMG die Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse beantragen müssen. Dies liegt daran, dass der Prozess der bisherigen Ausnahmeerlaubnis von den nun im Gesetz festgelegten Kriterien abweicht. Auch darf ein Arzt laut § 31 Abs. 6 SGB V erst mit dem Vorliegen der Genehmigung durch die KK eine Erstverordnung ausstellen.

Viele Grüße
Jenny

Antworten

Ja, mit dem Bauchgefühl ist das so eine Sache 🙂 Es soll KK geben die die „Erlaubnisinhaber“ nach § 3 Abs. 2 BtmG. berechtigterweise gleich durchwinken.
Mache Kassen haben für bestimmte Krankheiten „Schwierigkeiten“ angekündigt..
Siehe hier: http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de
Drücke Dir die Daumen !!!

Antworten

Hallo Jenny from the Blog,

Danke erst einmal für die Antwort.

Ich erspar uns jetzt aufzuzählen wieviele Ärzte und Fachärzte, Rheumatologen ich in den 30 Jahren Rheumakrankheit gesehen habe. Helfen wollte und konnte mir keiner wirklich. Das habe ich so oft wörtlich gehört – wie eben letztens. Mit chronischen Rheumapatienten kann man halt kein Geld verdienen.

Das Cannabis mir hilft, ist keine bloße Hoffnung – ich hab da meine Erfahrungen. Auch wenn es schon Jahre zurückliegt.

Im positiven, dass ich mehr Energie hatte, die Schmerzen verschwinden, ich wieder meine Trainings-Übungen machen konnte, meine Gelenke nicht mehr knacken usw. Sie können mir glauben, Cannabis ist ein HEILMITTEL.

Mittlerweile kann ich ohne es büßen zu müssen, weder meine Yogaübungen noch mein Pilates machen kann. Was bleibt ist Qi Gong und Tensgrity. Aber selbst dazu fehlt mir die meist die Energie, die mir das Rheuma völlig raubt.

Im Juli habt ich ja seit Jahren mal wieder einen Termin beim einem neuen Rheumatologen – ich glaube, daß ist dann der Vierte den ich kennenlerne.

Ich werde einfach mal direkt bei meiner Krankenkasse anrufen ob sie mir einen Arzt ihres Vertrauen nennen können, der mir Cannabis verordnet. Kann ja sein, daß ich nach all den Jahren der Quälerei und des Kämpfens auch mal die Ernte einfahren kann.

Viele Grüße
Qi San

Antworten

Hallo Qi San,

vielleicht herrscht bis Juli schon etwas mehr „Sicherheit“ im Ablauf: Die Ärzte konnten sich informieren, es gab Weiterbildungen u.ä., so dass du nicht das Gleiche wie beim Hausarzt erlebst.

Ich wünsche dir in jedem Fall eine Linderung deiner Beschwerden und wieder mehr Lebensqualität!

Viele Grüße
Jenny from the Blog

Antworten

Hi Jenny,

im frühen Kindesalter wurde bei mir der Verdacht auf ADS geäußert, ebenso wie auf Asperger, da ich zu Tics neigte und Gesprächen nur schwer folgen konnte. Nachdem erstere Diagnose für wahrscheinlicher gehalten wurde, wurde ich probeweise mit Medikamenten der Schulmedizin (Ritalin, Medikineth und ähnliches) behandelt, die zwar gegen Tics halfen und die Konzentration steigerten, mir jedoch das Gefühl gaben, eine leere Hülle zu sein und mittelfristig zu Depressionen und Angstzuständen führten, worauf wir das Medikament absetzten. Soziale Schwierigkeiten in der Pubertät und spezialisierte Interessen erhärteten später erneut den Verdacht auf Asperger. Weitere Medikamente gegen die Symptome zeigten kaum Wirkung. Die Ursache von Asperger ist selbstverständlich nicht behandelbar.
Mittlerweile bin ich 23 Jahre alt und werde zur Zeit abschließend auf Asperger getestet.
Ich kann mich nur an einigen wenigen Orten (darunter meine Wohnung) aufhalten, ohne mich bereits nach wenigen Minuten gestresst zu fühlen und meine hochfokussierte Denkweise verengt meine Wahrnehmung so sehr, dass es den Alltag erschwert, beispielsweise durch Unverständnis gegenüber nonverbaler Kommunikation.
Ich leide bei unvermittelt auftretenden Alltagsproblemen an Panikattacken, die sich nur durch gewisse Routinen und Tics bekämpfen lassen und zum Teil so intensiv sind, dass es sich anfühlt als hätte jede Nervenzelle meines Körpers Migräne, während Herz und Lunge zwischen Hammer und Amboss zu geraten scheinen.
Vorsichtige Experimente mit Marijuana haben zu der Erkenntnis geführt, dass ich ohne körperliche Nebenwirkungen oder Einschränkungen bei Intelligenz und Urteilsvermögen zu erleben THC nutzen kann, um die Zerstreuung zu erreichen, zu der ich sonst aus genetischen Gründen nicht fähig bin.
Wenn ich Marijuana in richtiger Dosis konsumiere, bin ich für einige Stunden zu normaler zwischenmenschlicher Interaktion fähig, habe keine Tics, keine Schmerzen und keine Angstzustände, selbst in ungewohnten Situationen. Mithilfe von THC könnte ich ein schmerzfreies und angepasstes Leben ohne nennenswerte Einschränkungen führen.
Nachdem Marijuana nun für den medizinischen Gebrauch in Deutschland legalisiert wurde, ich von der AOK jedoch bisher nur unklare Aussagen wahrgenommen habe, hier meine direkte Frage, die bitte klar und ohne Umschweife zu beantworten ist: Ist die AOK grundsätzlich bereit, die Kosten für medizinisches Marijuana zu übernehmen, sofern ein ärztliches Rezept vorliegt, auch wenn es eventuell andere Behandlungsmöglichkeiten geben könnte?

Antworten

Hallo David,

wenn du deinen Fall geklärt haben möchtest, solltest du es bei deiner Kasse konkret beantragen und die notwendigen Unterlagen und Stellungsnahmen des Arztes einreichen.

Laut Gesetz dürfen keine Therapiealternativen vorhanden sein. Also ein Nein, wenn es Alternativen gibt.

Viele Grüße
Jenny

Antworten

Sehr geehrte Fr. Füsting,

Ihre Behauptung „Laut Gesetz dürfen keine Therapiealternativen vorhanden sein. Also ein Nein, wenn es Alternativen gibt.“ ist nur teilweise richtig, es liegt im Ermessensspielraum des Arztes, ob eine weitere, zur Verfügung stehende Therapie dem Patienten überhaupt zumutbar ist, so steht es auch im aktuellen Gesetz dazu.
So einfach können sich die Kassen da nicht aus der Verpflichtung ziehen.

Mit freundlichen Grüßen
M.

Antworten

Lieber M.,
„wenn du deinen Fall geklärt haben möchtest, solltest du es bei deiner Kasse konkret beantragen und die notwendigen Unterlagen und Stellungsnahmen des Arztes einreichen.“ war meine Antwort. Diese schließt ein, dass anhand der medizinischen Unterlagen und der Stellungnahme des Arztes entschieden wird.

Viele Grüße
Jenny

Antworten

Hallo zusammen,

Ich bin seit meinem 8ten Lebensjahr epileptiker, heute bin ich 37 Jahre alt, habe bis zu meinem 23 Lebensalter in der Woche 3-4 Anfälle minimum gehabt. Bis dann ein Neurologe mir privat das Cannabis empfohlen hat nun damals war ja es eine droge wie heute noch aber als kranker Mensch darf man sich das jetzt aufschreiben lassen auf Rezept nun werden wir sehen wie einfach das wird. Was ich nicht verstehe das Gesetz ist da trotzdem diese Diskussionen ich suche immer noch nach einen Arzt der das mitmacht nämlich seit ich es benutze bin ich anfallsfrei und es sind 14 Jahre vergangen warum will die KK das nicht ernst nehmen, es geht ja ums Geld oder…..

Antworten

…ich frage mich wirklich, wie die Menschheit die letzten Jahrtausende bis heute überlebt hat, wenn Cannabisblüten so gefährlich sind. Ich beschäftige mich seit ich an MS erkrankt bin über Cannabis als Medizin. Auf der Messe Du und Deine Welt wurde ich auf die ACM (Dr. Franjo Grothenhermen) aufmerksam, der seit den1990gern zu diesem Thema äußert. Die KK könnten einige Infos von seiner Internetseite erfahren. …kann sogar jeder, …ohne Wenn und Aber.

Antworten

Ich finde die Krankenkasse sollte die Krankheitsbilder die von der Bundesopiumstelle schon eine Ausnahmeerlaubnis zum Konsum erhalten haben auch erstatten.Nur so koennen wichtige Informationen zur Wirkung in den naechsten 5 Jahren gesammelt werden.Lehnt die Krankenkasse ab wird auch ein Arzt nicht verordnen.Moeglich waere hier vllt auch eine Voruebergehende Kostenzusage.Sollte sich durch die Auswertung der Daten der Bundesopiumstelle eine nicht Wirksamkeit rausstellen kann diese Kostenzusage wieder entzogen werden.Das neue Gesetz nennt explizit keine speziellen Krankheitsbilder und ueberlaest dies dem Arzt.Man hat aber nun das Gefühl das die Krankenkasse der entscheidende Faktor ist und nicht der Arzt oder die Bundesopiumstelle

Antworten

Hallo
Soweit ich bis jetzt informiert bin dauert die Prüfung des MDK 5 Wochen. War nicht ursprünglich angedacht schnell und unbürokratisch Cannabis als Arznei zur Verfügung zu stellen. Macht dies nur die AOK. Falls Ja, werde ich wohl die Kasse wechseln müssen. Die AOK scheint sich insgesamt wohl schwer zu tun internationale wissenschaftliche Studien anzuerkennen und geltendes Recht so auszulegen das keine Kosten auf Sie zukommt. Im Gesetz heist es: eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf Schwerwiegende Symptome besteht

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Ich möchte in diesem Blog auch mal was erfreuliches Berichten. Nach all den zum Teil unterschiedlichen Berichten im Netz war ich schon auch sehr irritiert. Ich habe vor zwei Wochen meinen Antrag bei der AOK abgegeben. Heute kam der positive Bescheid das die AOK die Kosten übernimmt. Hier möchte ich mich auch mal bei der Kasse bedanken. Es war unbürokratischer als erwartet. Ich kann nur für mich sprechen. Aber ich denke wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, eine wirkliche schwere Erkrankung hat und mit seinem Arzt eine langjährige Vertrauensbasis hat, hat auch eine realistische Chance auf die Genehmigung mit Kostenübernahme

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Je nach lokalem (medizinischem Dienst) MDK sind die Erfahrungen und Impressionen extrem unterschiedlich!
Mal arbeiten die
– mit Kurzfragebogen
– ohne Fragebogen
– dann fehlen angeblich die relevanten Beweise, das entspr. krank
– werden als Beweis Studien gefordert
– dann wieder reicht statt Studien die Einschätzung des Hausarztes
Soviel zur Einheitlichkeit bei einem Bundesgesetz.
Erfolg hängt offenbar hier mehr vom Glück als von objektiven Kriterien ab.

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Hallo,
ich bekomme bereits Cannabis auf Rezept.
Allesdings interessiert es mich, ob die Kosten weiterhin übernommen werden wenn ich z.B. zu einem Privatarzt wechsele?

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