Heute ist Weltdiabetestag

Ich gebe es gleich zu: In diesem Text predige ich Wasser und trinke Wein. So. Wenn die Prämisse feststeht, kann es ja ans Thema gehen. Fast eine halbe Millionen Versicherte der AOK PLUS sind an Diabetes Typ-I oder Typ-II erkrankt (Stand 2016) Dabei lässt sich gerade dem 16-mal häufiger auftretendem Typ-II-Diabetes viel leichter vorbeugen - denn trotz einer möglichen genetischen Vorbelastung sind es vor allem schlechte Ernährung, mangelnde Bewegung und das daraus resultierende Übergewicht, welche zu einer Erkrankung führen. [zitat autor="Dr. Conrad Föst - Internist" image_id="undefined"]Die Gefahr des Diabetes sind die Folgeerkrankungen, die entstehen, wenn es über viele Jahre unentdeckt ist oder schlecht behandelt ist.[/zitat] [caption id="attachment_3341" align="alignright" width="264"] Vor allem Fetteinlagerungen um den Bauch sind Anzeichen für ein Diabetesrisiko.[/caption]

Wieso begünstigt Übergewicht Diabetes?

Gerade Übergewicht fördert die Insulinresistenz des Körpers. Die Botenstoffe, die durch das Fettgewebe ausgesendet werden, hemmen die Insulinaufnahme der Zellen. Der Körper versucht dann, immer mehr Insulin zu produzieren, um diese Resistenz zu umgehen. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo auch das nicht mehr hilft und der Blutzuckerspiegel so weit ansteigt, dass Diabetes Typ-II diagnostiziert werden kann. Präventionsmöglichkeiten gibt es genug. Und schwierig ist es eigentlich auch nicht: mehr Bewegung oder Sport, gesundes Essen und regelmäßige Kontrolle. Einfach mal in der Mittagspause um den Block gehen und nicht am Tisch sitzen bleiben. Nicht mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Arbeit fahren, sondern je nach Distanz zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein wenig mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Wasser und Wein

Und hier kommen nun Wasser und Wein ins Spiel. Ich weiß das alles auch, aber daran halten ist schwierig. Bauchumfang und BMI alleine sind bei mir schon Risikoanzeiger. Zwar betätige ich mich mehrmals die Woche sportlich, aber beim Thema Ernährung ist bei mir noch viel Luft nach oben. Und die acht Stunden Büroarbeit täglich tun ihr Übriges. Zusätzlich geht die freiwillige Bewegung an der frischen Luft gemeinsam mit den Außentemperaturen zurück. Vor allem an Wochenenden heißt es daher nun immer öfter: Füße hoch und ausspannen. [caption id="attachment_3340" align="alignright" width="300"] Dr. Conrad Föst wertet die Ergebnisse des Fragebogens gemeinsam mit der Patientin aus.[/caption]

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Aber was kann getan werden, wenn Bewegung und Ernährung angepasst wurden, aber man trotzdem ein Risiko sieht? Regelmäßige Kontrolle! Als einzige Krankenkasse bundesweit bietet die AOK PLUS den Check-up 35 PLUS an! Versicherte ab 35 Jahren können dort alle zwei Jahre ihr persönliches Diabetesrisiko bestimmen lassen. Alle genannten Faktoren (Gewicht, Bauchumfang, sportliche Aktivitäten, familiärer Hintergrund etc.) werden dabei durch den Hausarzt überprüft. Dazu noch eine Blutuntersuchung und der Arzt kann etwas zum persönlichen Erkrankungsrisiko aussagen. Spezialist Dr. Conrad Föst erklärt im Video, warum die Früherkennung des individuellen Diabetesrisikos so wichtig ist und wie der Check-up 35 PLUS genau abläuft. Ich bin zwar noch lange keine 35. Aber wenn ich sehe, welche Risikofaktoren auf mich zutreffen, bin ich sehr am überlegen, diese Art Test schon früher machen zu lassen.

Matthias Gottschalk

Matthias Gottschalk