Für Hilfsmittel seltener und weniger Mehrkosten als im Durchschnitt

Autsch, das tat weh! Wie schnell ist ein Freizeitunfall passiert und der Arzt verschreibt Bandagen, Orthesen oder andere Hilfsmittel zur Heilung. Auf geht es zum Sanitätsfachhändler. Der fragt den Pechvogel auch nach seiner Krankenkasse. Warum? Weil bei Hilfsmitteln jede Kasse Extrakonditionen aushandelt – und die privaten Zahlungen damit verschieden sind. Jährlich erhalten in Sachsen und Thüringen Versicherte der AOK PLUS pro Jahr etwa 90.000 Bandagen und 150.000 Orthesen. Für diese gesamte Produktvielfalt müssen die Versicherten der AOK PLUS außer der gesetzlichen Zuzahlung keine privaten Zahlungen mehr leisten*. Das hat die Gesundheitskasse in Verträgen mit dem Orthopädie-Techniker-Handwerk und dem Sanitätsfachhandel für Sachsen und Thüringen geregelt.

AOK-Versicherte zahlen weiniger

Das ist bei allen Krankenkassen so. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstellt jedes Jahr einen nach Produktgruppen differenzierten Bericht über die Entwicklung dieser Mehrkosten, die Versicherte bei der Versorgung mit Hilfsmitteln privat zahlen. Der letzte Bericht für das Jahr 2019 informiert nun detailliert über die Zahl abgeschlossener Mehrkostenvereinbarungen und die durchschnittliche Höhe der damit verbundenen Mehrkosten – und die AOK PLUS ist dabei weit vorn. Denn nach einem Vergleich der Daten der AOK PLUS mit denen des AOK-Systems und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steht für die AOK PLUS fest: In fast allen Produktgruppen liegen der Anteil der Mehrkostenfälle an den Gesamtfällen sowie der Mehrkostenbetrag je Mehrkostenfall unter denen der GKV und des AOK-Systems. Somit kann die AOK PLUS ihren Versicherten mit den geschlossenen Verträgen eine überwiegend mehrkostenfreie Versorgung ermöglichen.[zitat autor="Ludwig Gautsch, Vertragschef für die Hilfsmittelversorgung im Geschäftsbereich Hilfsmittel/Fahrkosten bei der AOK PLUS" image_id="undefined"]Das ist uns wichtig: Dass unsere Versicherten für ihren Krankenkassenbeitrag eine hochwertige Hilfsmittelversorgung erhalten. Und um diese hohe Qualität zu gewährleisten, wird das Hilfsmittelverzeichnis regelmäßig fortgeschrieben. Wir berücksichtigen bei den Verhandlungen auch den schnellen medizinisch-technischen Fortschritt[/zitat] *Ausgenommen von der Regelung sind aufwendige Maßanfertigungen, die über die medizinisch ausreichende Serienversorgung hinausgehen, aber vom Patienten gewünscht werden.

Ute-Barbara Friedrich

Ute-Barbara Friedrich