Mit dem Rad zur Arbeit

Für uns als Blogteam der AOK PLUS war natürlich klar: das tolle Thema greifen wir auf, und zwar ganz praktisch durch einen Selbstversuch. Ohne lange Diskussion wird geradezu salomonisch festgelegt: der unsportlichste von allen fährt ab jetzt mit dem Rad zur Arbeit...also ich! Hier nun zum mitlesen und schauen mein erstes Mal:

  Kilometer Null, 7:30 Uhr. Guten Mutes geht es los. Sonnenbrille: frischgrün. Himmel: blau Outfit: casual friday bis verwegen. Kann losgehen!    
    The Long and winding road...ich hätte Kopfhörer mitnehmen sollen und dann mit Musik... Andererseits: das Vogelgezwitscher ist ziemlich beeindruckend, wenn so ein Amselmann kreischend sein Revier markiert. Was die Lautstärke angeht, hat er allerdings vollkommen überzogene Vorstellungen von der Größe seines Territoriums.           Kilometer drei: keine Schmerzen! Und wenn doch, einfach weglächeln...klappt aber nur bedingt. Für die ganz Aufmerksamen: ja, ich habe die Sonnenbrille gewechselt, ab jetzt bin ich Undercover!               Kilometer vier: nimm´ einen Gelsattel haben sie gesagt, das ist total bequem, haben sie gesagt. Na ja, wenn man das erste mal in diesem Jahr auf dem Fahrrad sitzt, liegt das Problem vielleicht nicht in erster Linie am Sattel. Stattdessen an meiner eigenen Hardware. Südliche Region. Kurze Überlegung, mich zur Abkühlung in den Bach zu setzen, wird tapfer verworfen. Vamos!         Kilometer viereinhalb: der Bus kommt...ach Quatsch! Ein wenig Linderung verschafft mir schon eher der Anblick der Autos, die schon hier - locker zwei Kilometer vor der Ampel - im Stau stehen. Sie werden noch mindestens fünf Grünphasen brauchen, um weiterzukommen. Die Gesichter der Autofahrer: mindestens fünf Rotvariationen. Hier würde ich normalerweise auch anstehen.         Ob er auch mit dem Rad zur Arbeit fährt? Darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen, ich bleibe auf jeden Fall im Windschatten.               Kilometer fünf: Fernwärme für die Heldenstadt. Ich habe heldenhaft die halbe Strecke geschafft.           Ja, so kann der Arbeitsweg auch aussehen. Ganz schön viel Landschaft!           Beweisfoto. Der Schreiber dieser Zeilen im Dynamikmodus.             Ich paarshippe jetzt nicht mehr. Radfahren bringt Menschen zueinander!         Die Hexe von Blair ?                 Man kommt aber auch am Glücksbaum vorbei. Abends läuft hier das Happiness-Projekt - aha! Wieso eigentlich abends - ich bin happy im hier und jetzt!             Der Glücksbaum             Das wäre meine wunderbare Kaffeepause gewesen - dafür bin ich leider zu früh dran.             Gleich am Ziel! In diesem Stau würde ich - wie sonst an jedem Morgen - mit dem Auto ebenfalls stehen. heute radle ich rechts vorbei und lasse den Stau links liegen.         Kilometer 10: Zieleinfahrt!             Rad abgestellt, leicht gezeichnet, aber glücklich! In meinem dezent skeptischen Blick schwingt die Frage mit, wie ich das wohl mit dem Rückweg mache...           Nachtrag: der Rückweg war ganz leicht und hat richtig Spaß gemacht. Ich habe ganz neue Eindrücke von meinem Arbeitsweg und meinem Umfeld gewonnen und mache auf jeden Fall weiter!

Bernd Lemke

Bernd Lemke