Gesundheitsatlas Diabetes Mellitus Typ 2

473.000 Menschen in Sachsen und 288.000 Menschen in Thüringen sind an Diabetes erkrankt. Das geht aus dem neuen „Gesundheitsbericht Diabetes Mellitus Typ 2“ für Sachsen und Thüringen hervor, den die AOK PLUS am 07. November 2019 veröffentlicht hat. Das Besondere an dem Bericht: erstmals und deutschlandweit einmalig ist eine Betrachtung der Erkrankungshäufigkeit bis auf Kreisebene herunter möglich.

Jeder Zehnte ist Diabeteskrank

Verteilung der Häufigkeit von Diabeteserkrankungen in Sachsen (Quelle: WIdO)

Deutschlandweit rangieren Sachsen und Thüringen am Ende der Vergleichsliste: mit 11,6 Prozent in Sachsen und 11,9 Prozent und Thüringen sind in beiden Freistaaten die dritt- bzw. zweitmeisten Menschen an Diabetes erkrankt. Bundesweit liegt der Schnitt bei 8,6 Prozent. Bei den Kreisen liegt die Quote in Görlitz sowie Nordsachsen mit 13,8 Prozent und in Suhl mit 14,2 Prozent am höchsten. Am niedrigsten ist sie in Leipzig mit 8,9 und Jena mit 7,6 Prozent.

Diese Zahlen machen eins deutlich: Es gibt einen Unterschied zwischen Stadt und Land. Auf dem Land sind potentiell mehr Diabetiker vorhanden als in der Stadt. Das kann viele Gründe haben. Möglich ist zum einen eine qualitativ unterschiedliche medizinische Versorgung zugunsten der Städte. Zum anderen leben auf dem Land mehr ältere Menschen, die statistisch öfter an Diabetes erkranken. Würde man Faktoren wie Alter und Geschlecht herausrechnen, würden Sachsen und Thüringen deutschlandweit trotzdem nicht besser dastehen.

Verteilung der Häufigkeit von Diabeteserkrankungen in Thüringen (Quelle: WIdO)

Zahlen rückläufig

Bei der AOK PLUS geht die Zahl der Diabeteskranken seit ein paar Jahren zurück. Verzeichnete die Gesundheitskasse 2016 noch ein Zehn-Jahres-Hoch mit rund 499.000 erkrankten Versicherten, ist die Zahl 2018 auf rund 497.000 gesunken. Weil die Frage bestimmt kommt: Ja, das sind weniger als im Gesundheitsatlas steht. Das liegt daran, dass der Atlas die Häufigkeit unter der Gesamtbevölkerung wiedergibt.

Prävention ist wichtig

Wenn man überhaupt von guten Informationen bei Diabetes sprechen kann, dann dass der Typ 2 Diabetes vermieden werden kann. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung können das eigene Risiko senken. Mit dem Check up PLUS bietet die AOK PLUS ihren Versicherten außerdem die Möglichkeit, ihr eigenes Risiko zu bestimmten. Zusammen mit dem Hausarzt können dann geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Wie das aussieht, zeigt unser Video:

Auch für die Kleinsten bietet die AOK PLUS die Möglichkeit zur Prävention. Mit dem Kita-Programm „JolinchenKids“ lernen Kindern, Erzieher und Eltern sich gesund zu ernähren und Freude an Bewegung zu haben. In Sachsen und Thüringen haben seit Beginn des Programms 2014 bereits 70 Kindergärten erfolgreich teilgenommen. Diese führen das Programm nun selbstständig weiter.

Blutzuckermessung und DMPs

Aber auch für Diabetiker bietet die AOK PLUS Hilfe und Unterstützung an. Mit Freestyle Libre II können Versicherte eine unblutige, schmerzfreie und digitale Variante der Blutzuckermessung nutzen. Über 9.000 Diabetiker haben dieses Angebot seit 2017 in Anspruch genommen. Das Disease-Management-Programm Curaplan Diabetes Typ 2 zielt dagegen auf die optimale Behandlung der Patienten ab. So wird die Therapietreue gesichert und die interdisziplinäre Behandlung koordiniert.

Ich finde, das ist ein sehr interessanter und wichtiger Beitrag hier in Eurem Blog.
In unserer Familie gibt es auch Diabetiker, die stets dankbar für Unterstützung in jeglicher Form sind.

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