Gutscheine für FFP2-Masken

Bis in der Gesellschaft ein ausreichender Impfschutz gegen COVID-19 aufgebaut ist, tragen Mund-Nasen-Bedeckungen ganz wesentlich dazu bei, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Besonders geeignet dafür sind FFP2-Masken. Deshalb hatte die Bundesregierung Anfang Dezember beschlossen, Risikogruppen in einer ersten Welle mit je drei kostenlosen Masken zu versorgen und danach jedem aus dieser definierten Gruppe Gutscheinen für weitere 12 FFP2-Masken zu senden.

Symbolbild: Gutscheine und Masken.

„Ich gehöre nicht zur Risikogruppe, habe aber Gutscheine erhalten.“ „Wieso habe ich keine bekommen, obwohl ich zur Risikogruppe gehöre?“ In den Medien ist derzeit viel von falschen Empfängern oder von noch nicht erhaltenen Gutscheinen zu lesen. Auch wir sind vereinzelt von unseren Versicherten gefragt worden. Das Gute ist: es handelt sich um Einzelfälle. Fast alle Gutscheine haben die korrekten Adressaten gefunden. Trotzdem wird in den Medien ein anderes Bild vermittelt: Viele Gutscheine würden nicht dort landen, wo sie gebraucht werden – oder wurden Versicherte sogar „vergessen“? Was auf den ersten Blick eine einfache Frage ist, stellt sich bei näherer Betrachtung als komplexer Vorgang heraus.

Wieso lief der Versand der Gutscheine so langsam ab?

Die Bundesdruckerei hat zum Jahresende insgesamt 27 Millionen Gutscheine für die Versicherten des GKV-Systems erstellt, auch über die Feiertage. In Sachsen und Thüringen sind rund 1,3 Millionen AOK PLUS-Versicherte bezugsberechtigt. Das Problem bestand dann darin, dass nicht sofort alle Gutscheine an uns ausgeliefert wurden. Am Freitag der ersten Januarwoche sind 500.000 Exemplare bei uns eingegangen, am Freitag der zweiten 325.000 und am Ende der dritten die restlichen 500.000. Wir gehen davon aus, dass alle Gutscheine, die wir erhalten haben, bis Mitte Februar bei ihren Empfängern ankommen.

Wieso erhalten Personen Gutscheine, die keiner Risikogruppe angehören?

Vereinzelt haben sich Personen bei uns gemeldet, die sich selbst keiner Risikogruppe zugehörig fühlen, aber Gutscheine erhalten hatten. Die Krankenkassen selbst haben und hatten keinen Einfluss auf die Auswahl der Empfänger. Zum einen gibt das Bundesgesundheitsministerium vor, welche Erkrankungen zum Erhalt einer Maske berechtigen. Zum anderen gleichen die Krankenkassen diese Kriterien lediglich mit den Daten ab, die ihnen vorliegen. Diese Daten erheben sie aber nicht selbst, sondern sie werden von Ärzten nach erfolgten Behandlungen übermittelt. Es kann also sein, dass eine Diagnose oder eine Codierung vorliegt, von der der Patient nichts weiß bzw. die Behandlung schon so lange zurückliegt, dass es vergessen wurde.

Und wieso erhalten dann Menschen mit Erkrankung keine Gutscheine?

Der Stichtag zur Ermittlung der Bezugsgruppen war der 15 Dezember 2020. Wer bis zu diesem Tag eines der definierten Kriterien erfüllte, soll auch die Gutscheine erhalten. Leider übersieht das Gesetz einen Prozess, auf den die Krankenkassen keinen Einfluss haben: Die Behandlungsdaten der Ärzte werden den Kassen mit einer Zeitverzögerung von in der Regel sechs bis neun Monaten zur Verfügung gestellt. Praktisch heißt dies, dass zum Beispiel die AOK PLUS stand heute erst über die vollständigen Daten des ersten Quartals 2020 verfügt. Ist in den anderen Quartalen des Jahres eine Behandlung erfolgt und eine Diagnose erfasst worden, besteht die Möglichkeit, dass sie nicht in unseren Daten auftaucht. Aber wie weiter oben schon erwähnt kann es sein, dass die Gutscheine mit der letzten Welle verschickt wurden. Bis Mitte Februar können diese noch im Briefkasten landen, daher bitten wir um ein wenig Geduld.

Ich gehöre auch zur sog. Risikogruppe und habe kein Berechtigungschein bekommen.
Was nun?
Da darf aber auch keine zeitfestgesetzten Verpflichtung erlassen
werden.
Da braucht die Politik sich nicht zu wundern ,dass Verschwörungstheorien entstehen und
Zweifel an der besonderen Obhut von bestimmten Gruppen der Bevölkerung.
Im Kapitalismus werden eben doch nur für die kaptitalbringenden Arbeitskräfte gesorgt.

Das ist alles nur Hohn.

Antworten

Hallo Frau Schröder,
bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Wie ich im Text geschrieben habe, werden derzeit die letzten verbliebenen Gutscheine an die Empfänger versendet. Sollten Sie Ende kommender Woche immer noch keinen Gutschein erhalten haben, können Sie sich gerne an unsere Service-Hotline wenden. Die KollegInnen können Ihnen dann bestimmt weiterhelfen.

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Ich bin 67 Jahre und gesundheitlich vorbelastet. Ich habe bis heute noch keine Gutscheine erhalten. Trotz mehrmaliger Nachfrage in der Service-Hotline keine befriedigende Antwort. Der Termin wird jedes mal eine Woche nach vorn geschoben. Nach heutigem Telefonat soll ich bis zum 19.02.2021 warten. Obwohl die AOK am 28.01.2021 die letzten Gutscheine von der Druckerei erhalten hat, ist sie nicht in der Lage diese innerhalb von 14 Tagen an die Berechtigten zu senden. In der Zeit läuft die Frist zur Einlösung der Masken ab.

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Wir sind über 65 Jahre alt, heute ist der 13.02. aber die Gutscheine haben wir immer noch nicht. Wir finden das schon sehr unverantwortlich. An die ganzen Maßnahmen sollen wir uns doch auch halten!

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Wir verschicken Gutscheine an insgesamt 1,3 Millionen bezugsberechtigte Versicherte und gehen davon aus, dass bis zum 19.2. alle Briefe zugestellt sein werden.

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