Nach dem Schlaganfall zurück ins Leben

Schlaganfälle (also Hirninfarkt oder Hirnblutung) sind eine wenig diskutierte Krankheit. Selbst wenn man Personen kennt, die einen erlitten haben, findet keine Beschäftigung damit statt. „Wird mich schon nicht erwischen, ich bin ja gesund“, denken sicherlich die meisten. Ich mir auch. Dabei handelt es sich um die dritthäufigste Todesursache hier im Land, nach Krebs- und Herzerkrankungen.

Ein Schlaganfall führt nicht zwangsläufig sofort zum Tod. 20 Prozent der Patienten sterben innerhalb der ersten vier Woche, über 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Circa die Hälfte der überlebenden Patienten hat nach einem Schlaganfall mit bleibenden Schäden zu rechnen und ist auf Hilfe angewiesen.

Anzeichen kennen

Symptome für einen Schlaganfall sind zum einen eine gestörte Motorik, seien es die Extremitäten oder die Gesichtszüge, aber auch auftretende Sprachfehler. Sobald man diese Anzeichen entdeckt, ist Eile geboten. Denn je schneller ein Schlaganfall behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Dr. Jessica Barlinn, Oberärztin am Uniklinikum Dresden, betreut das Programm „SOS-Care“

Risikofaktoren

Beim Schlaganfallrisiko gibt es erstens die nicht-beeinflussbaren Faktoren. Zu diesen zählen das eigene Alter (je älter, desto höher das Risiko) sowie eine mögliche genetische Prädisposition.

Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen der Blutdruck, die Blutfett-Werte, ob eine Diabeteserkrankung vorliegt, Übergewicht, Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel. Ob geraucht wird oder nicht, ist als Faktor herauszuheben. Denn dies alleine kann das Risiko um das Zwei- bis Vierfache erhöhen.

Eigenes Risiko senken

Eine gesunde Lebensweise ist die beste Art der Vorsorge: Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Verzicht auf Alkohol und Tabak – oder wenigstens die starke Eingrenzung der Letzteren.

Zurück ins Leben finden

Wurde ein Schlaganfall rechtzeitig erkannt und behandelt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Heilung immens. Trotzdem ist eine genaue Befolgung der ärztlichen Anweisungen extrem wichtig. Denn es sollen nicht nur die Folgen des ersten Schlaganfalles so weit wie möglich beseitigt werden. Ebenso gilt es, einen zweiten zu verhindern. Dabei ist nicht nur der Patient gefordert, sondern auch sein persönliches Umfeld. Dieses sollte so gut es geht bei der Genesung behilflich sein.

„SOS-Care“ ist eine feine Fache. Es funktioniert unbürokratisch und ohne große Rennerei – super.

von Thomas Teichmann - Schlaganfallpatient

SOS-Care stellt Paten an die Seite

Damit die medizinische Behandlung so stress- und komplikationsfrei wie möglich erfolgt, hat die AOK PLUS zusammen mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden sowie anderen Partnern das Programm „SOS-Care“  ins Leben gerufen. Sogenannte Case-Manager, oder Schlaganfall-Paten, unterstützen die Patienten bis zu ein Jahr lang bei ihrer Genesung. Sie stehen als erster Ansprechpartner zur Verfügung, gehen auch selbst auf die Patienten zu und vermitteln zwischen Patienten und Ärzten.

Im Video erklärt Dr. med. Jessica Barlinn, Oberärztin am Uniklinikum Dresden, was einen Schlaganfall so gefährlich macht und wie das Programm „SOS-Care“ Schlaganfallpatienten hilft:

Mir wurde die Physiotherapie ein Jahr nach meinen Schlaganfall gestrichen. Am Anfang hing mein Arm einfach nur runter, heute bin ich noch mit Einschränkungen wieder voll Berufstätig. Wie soll es nund weitergehen. Meine KV ist die AOK Plus.
Mit freundlichen Grüße
Jens Becker

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