Neuer Digitalservice der AOK PLUS kommt gut an

Was ist für Sie die größte Baustelle im deutschen Gesundheitswesen?
Ich sag mal: Keiner hat Pharmazie studiert, um Verwaltungsfachmann zu werden. Der Berufswunsch des „Helfens“ darf gegenüber der Bürokratie im Gesundheitswesen nicht in den Hintergrund geraten. Sicher, das Gesundheitswesen hantiert mit sehr viel Versichertengeldern – da ist ein gewisser Dokumentationsaufwand für die Qualitätssicherung und die Transparenz einfach notwendig. Aber das kann man doch durch Digitalisierung minimieren und vereinfachen.

Wie hilft Ihnen das neue AOK-Projekt OHA dabei?
Es ist eine dieser kleinen Baustellen, für die überraschend schnell eine digitale Lösung gefunden wurde: Das Online-Programm zur Abfrage des Zuzahlungsstatus von AOK-Versicherten bei der Krankenkasse mittels Versichertennummer arbeitet unkompliziert, schnell und zuverlässig. Das erspart uns, den Patienten und der AOK-Hotline viel Zeit. Ich hoffe, dass wir dieses „kleine Helferlein“ bald auch von anderen Krankenkassen nutzen können.

Wie sieht für Sie die „Apotheke der Zukunft“ aus?
Alle Apotheken wollen ihre Kunden auch bei immer komplizierter werdenden pharmazeutischen Fragestellungen umfassend und individuell beraten. Sie werden je nach Versorgungslage kooperieren und vernetzt sein sowie ihre Warenwirtschaft und Dokumentationen automatisieren und digitalisieren. Aber: Keine Apotheke der Zukunft sollte sich nur die Rosinen herauspicken können – wie viele Versandapotheken aktuell.

Die positive Reaktion der teilnehmenden Apotheker in Sachsen und Thüringen zeigt, dass dieses Angebot als toller und einfacher Service gern angenommen wird. Es sorgt für mehr Transparenz bei allen Beteiligten und erspart vermeidbaren Mehraufwand. Seit Juli 2018 können ca. 4000 Physiotherapeuten das OHA-Tool nutzen. Bis zum Jahresende 2018 können sich nun auch Ergotherapeuten, Logopäden sowie Podologen am OHA-Portal registrieren

Dazu gibt es aktuelle Nutzerzahlen: bereits 1.479 Apotheker und Apothekerinnen sind für das OHA-Tool angemeldet. Dazu kommen 536 Physiotherapie-Praxen und weitere 22 Krankenhäuser mit Apotheken und / oder Physiotherapien.

Antworten

Diskutieren Sie mit

Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und Diskussionen.
Wir behalten uns vor Kommentare zu löschen, die nicht unserer Netiquette entsprechen.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Schließen Newsletter-Anmeldung