Soziale Projektwoche für zwei Azubis bei der Erfurter Tafel

Die AOK PLUS legt großen Wert auf die Sozialkompetenz ihrer Azubis. Deshalb absolvieren alle angehenden Sozialversicherungsfachangestellten seit nunmehr fünf Jahren eine soziale Projektwoche in einer gemeinnützigen Einrichtung oder einem wohltätigen Verein. Die Azubis können und sollen sich ihren Praktikumsplatz selbst aussuchen. Wichtig ist nur, dass es soziale Einrichtungen sind und dass sie tatsächlich unmittelbar mit den hilfebedürftigen Menschen arbeiten, nicht in der Verwaltung. Damit soll das Ziel erreicht werden, mehr Sicherheit und Sensibilität im Umgang mit Menschen zu gewinnen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Dies können sie in ihrem eigentlichen Beruf dann auch im Umgang mit den Kunden umsetzen.

Abteilungsleiterin Brot

Theresa und Vanessa sind begeistert von ihrem Arbeitsplatz bei der Tafel. Sie erzählen augenzwinkernd, dass sie gleich am ersten Arbeitstag zu „Abteilungsleiterinnen Brot“ befördert wurden. Ein wenig Stolz kling da trotz des lustigen Titels schon durch, denn ihnen wird damit die Verantwortung für die Brotlieferungen übertragen. Immerhin zwei Transporter voll, an manchen Tagen bis zu 100 Kisten. Sie müssen die Lieferungen gründlich sortieren und entscheiden, ob die Backwaren noch frisch und geeignet sind, an die Kunden der Tafel ausgegeben zu werden. Ihr Maßstab dabei: „Nur wenn ich es selbst noch essen würde, ist es in Ordnung für die hilfesuchenden Menschen. “ sagt Theresa bestimmt.

Warum die Tafel?

Neben dem direkten Kontakt mit den Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen auf Hilfe angewiesen sind, denkt Vanessa bei der Beantwortung dieser Frage auch über den ökologischen Aspekt nach: „Es ist unglaublich, wie viele Nahrungsmittel bei uns im Müll landen. Ich finde es toll, dass  durch die Tafel die Lebensmittel noch dankbare Abnehmer finden, wenn sie noch frisch sind.“

Tolles engagiertes Team

Beide sind auch sehr erleichtert, dass sie bei der Erfurter Tafel auf ein ausgesprochen engagiertes, aber auch freundliches Team getroffen sind. Die Atmosphäre, auch im Umgang mit den Kunden, ist sehr entspannt und angenehm. Die etwas gemischten Gefühle, die am Montag-Morgen, auf dem Weg zu ihrem ersten Arbeitstag bei der Tafel durchaus vorhanden waren, drehten sich angesichts von etwa 70 % Kunden mit Migrationshintergrund um  mögliche Sprachbarrieren. Diese Gedanken verflogen aber nach den ersten Kundenkontakten umgehend, denn die Verständigung klappte auf Anhieb – manchmal mit Händen und Füßen, aber mit Hilfe eines freundlichen Lächelns immer entspannt.

Bis zum Ende der Woche werden die zwei jungen Kolleginnen noch Brote begutachten, Gemüse prüfen und Nudeln aus Großpackungen in familienkompatible Packungsgrößen umfüllen. Danach geht es  weiter mit der Ausbildung bei der AOK PLUS, die so anders ist, und doch – da sind Vanessa und Theresa sich sicher – werden sie noch lange an diese Woche bei der Tafel denken und davon profitieren.

Was für eine tolle Erfahrung!
#Ausbildungbeideraokplus
#Empathie

Antworten

Diskutieren Sie mit

Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und Diskussionen.
Wir behalten uns vor Kommentare zu löschen, die nicht unserer Netiquette entsprechen.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Schließen Newsletter-Anmeldung