Innovation made in Sachsen: Nach Crowdfunding-Erfolg und Mentoring durch AOK PLUS ist der air-Q reif für die Serienproduktion

Wo lesen Sie gerade diesen Text? Zu Hause auf dem Sofa, im Büro, im Zug oder woanders? Geht es Ihnen gut, fühlen Sie sich schlapp oder würden Sie jetzt gern ein bisschen frische Luft schnappen? „Wir verbringen den größten Teil unserer Zeit in Innenräumen, und die sind voll mit Einflüssen, deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit oft unterschätzt wird“, erklärt Maria Heß, Sprecherin der Corant GmbH, dem Unternehmen hinter dem air-Q.

Ein Dutzend Sensoren messen die Luftqualität

Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit; Kohlendioxid; Feinstaub durch Straßenverkehr, Kamin oder Ofenheizung; Ozon, Lautstärke, Pollen, Schimmel, flüchtige organische Verbindungen aus Baustoffen, Möbeln oder Teppichen, … Die Liste der relevanten Bestandteile der Luft ist lang. Das erste Produkt der Corant GmbH misst all diese Einflüsse in einem Raum mit einem Dutzend Sensoren.

Nicht mal 15 Zentimeter hoch und rundlich, zeigt der Luftanalysator air-Q auf einen Blick anhand zweier LED-Skalen, wie sich die aktuelle Luftqualität auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirkt. Außerdem überträgt er die Daten in eine App, welche sie für den Nutzer so übersetzt, dass auch Laien mit den Messungen etwas anfangen können. Für die Einordnung der Messergebnisse greift air-Q auf vom Umweltbundesamt und der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegte Grenzwerte zurück.

Erfolgreich im Crowdfunding

Mit ihrem Konzept überzeugten die Gründer Daniel Lehmann, Mario Körösi und Alexander Stinka Anfang des Jahres die AOK PLUS und das Deutsche Rote Kreuz – beide Partner des SpinLab -, die das Team für sechs Monate in den sächsischen Accelerator holten. „Von diesen beiden Mentoren und ihrer Expertise haben wir sehr profitiert“, sagt Maria Heß rückblickend. In die Zeit im SpinLab fiel dann auch eine Kickstarter-Kampagne, um die Serienproduktion des air-Q mitzufinanzieren. Ziel: 50.000 Euro. Die Unternehmer schossen geschmeidig darüber hinaus.

Das große Interesse schon vor der Fertigstellung der ersten Serien zeigt:  Das Team rennt offene Türen ein. Allergiker haben den air-Q ebenso vorbestellt wie Eltern, die ihre Kinder vor Allergien auslösender Schadstoffbelastung schützen wollen. Auch Büroangestellte, Maler, Handwerksschulen stehen auf der Liste der Besteller.

Immer weiter optimieren

Offensichtlich trifft der air-Q einen Nerv: Das kleine Gerät misst die Schadstoffe eben nicht nur, sondern zeigt die Ergebnisse nutzerfreundlich an und bietet damit einen echten Mehrwert. Obendrein lernt er, je länger er in einem Raum steht, dazu; erkennt beispielsweise regelmäßige Verkehrsströme am Feinstaub und merkt, wenn der Raum voller Menschen ist und der Kohlendioxidgehalt in der Luft steigt. Dann empfiehlt er, doch lieber das Fenster zur Hofseite zu öffnen und die zur Straßenseite lieber geschlossen zu halten.

Lange haben die Entwickler an den Funktionen, am Gehäuse und am Innenleben des air-Q getüftelt. „Das ist unheimlich kleinteilig“, so Maria Heß. Der erste Prototyp, den Daniel Lehmann baute, sei ein Koffer voller Sensoren und Kabel gewesen. Seitdem ist das Gerät immer kleiner geworden, sollte aber nichts an Qualität und Funktionalität einbüßen. Anfang 2020 soll es ausgeliefert werden. Schluss ist dann längst nicht: Das Team hat noch viele Ideen, den air-Q weiterzuentwickeln. Bereits jetzt gibt es eine Sprachausgabe über entsprechend vernetzte Lautsprecher. Auch die Integration in Smart-Home-Systeme.

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